Wir sind satt. Oder: Servicewüste Deutschland, Spot Koblenz

Da kann Einem doch glatt die Kunden-Lust vergehen…

Die Vorgeschichte

Leider haben meine Frau und ich im Augenblick nicht sonderlich viel Glück mit unseren Autos. Negativer Höhepunkt war das Liegenbleiben von Petra und den Kindern mit dem Golf im Thüringerwald letzte Woche (Getriebeschaden). Aber: Zum Glück sind wir ja im ADAC und daher konnte der Golf per Sammeltransport nach Bad Ems zurückgeholt werden und meine Frau bekam für knapp eine Woche ein ADAC-Clubmobil. So weit so gut.

Der Moment der gepflegten Arroganz

Gestern hat meine Frau den Ersatz-Wagen zu einer ADAC-Vertragswerkstatt in Koblenz gebracht. Ich selbst war zwar nicht ganz pünktlich, aber immerhin noch im „akademischen Viertel“. Als ich beim Servicepartner auf den Hof rollte, war noch genau eine – nicht weiter gekennzeichnete – Parkbucht frei, worein ich mich auch stellte. Hey, cool, sogar Schatten! Ich saß noch im Auto, als ein Mitarbeiter der Firma zu mir an die Fahrertür kam und mich (zugegebenermaßen freundlich) bat, hier wieder weg zu fahren, da die Chefin (quasi im Auto hinter mir) hier parken wolle! Ich war so platt, dass mir noch nicht mal eine wie auch immer geartete Bemerkung über die Lippen kam. Ich glaube, ich war in diesem Augenblick kreidebleich vor Brass.

Kann man sich das leisten?

Nein, definitiv nicht. Nicht nur, dass sie weder selbst den Arsch in der Hose hatte mich zu bitten umzuparken, sie hatte ja  noch nicht mal den Anstand, sich dafür zu bedanken. Ich hätte ihr glatt in die Fr….. . Nee, lassen wir das. Dafür, dass ich eigentlich nur 5 Minuten auf dem Betriebsgelände verweilte, hatte sich bei mir eine solche Wut aufgestaut, die sich nur deswegen nicht schlagartig entlud, weil ich meine Kinder mit an Bord hatte. Wie auch immer: das Autohaus bzw. deren Inhaber müssen ja förmlich in Geld schwimmen, wenn sie sich solch ein Verhalten gegenüber ihrer Kunden leisten können. Allerdings sprach der optische Eindruck des Areals eine leicht andere Sprache. Woran das nur liegen mag…

Die Folgen

Oberflächlich gesehen: erstmal keine. Allerdings ist ja wohl klar, dass ich in den Laden das definitiv erste und letzte mal meinen Fuß – resp. meine Reifen – gesetzt habe. Außerdem werde nicht müde, diese Geschichte hier – inklusive namentlicher  Nennung von Ross und Reiter – in meinem perönlichen Bekannten- und Kollegenkreis zu postulieren. Und dieser Personenkreis ist schon verdammt groß! Außerdem würde ich dem ADAC dringend empfehlen, die Servicequalität ihrer Vertragspartner regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen, denn nichts ist schneller verankert als ein negativer Imagetransfer. Dann heißt es nämlich ganz schnell nicht mehr „das Autohaus„, sondern „der ADAC„.

Auf dem Heimweg habe ich mich (bzw. wir uns) dann bei Tapas und Verdejo „abgekühlt“ und ich mich diebisch auf das Schreiben dieses Textes gefreut!

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