ESC – Mich Kümmert’s

Andreas Kümmert tritt seinen Sieg beim Vorentscheid zum European Song Contest an die zweitplatzierte Ann Sophie ab. Und die deutsche Medienwelt schreit auf…

Mal ganz ehrlich: wen kümmert’s?

Mich! Ich gehöre nämlich zu den Menschen, die vor Andreas Kümmert ihren Hut ziehen! Große Entscheidung! Ich liebe seine Stimme, bejubelte seinen VoG-Sieg, sendete gestern Abend eine kostenpflichtige SMS zu seinen Gunsten und höre seine Musik mit wiederkehrender Regelmäßigkeit auf meinen iPhone! Großartiger Künstler! Aber eben keine Rampensau!

Heute im Radio hörte man daraufhin sehr oft die Frage: Wenn er dem (Medien-) Rummel doch nicht gewachsen ist, warum ist er überhaupt ins Rennen gegangen? Oder die Aussage: Wenn ein Künster den Rummel nicht verträgt, soll er’s doch gleich sein lassen. Tja, an der Stelle bin ich persönlich schlicht und ergreifend fürchterlich egoistisch: Ich WILL ihn hören. Ich! Gestern, heute, morgen! Wenn es geht, so oft wie möglich. Auch im Radio oder TV. Warum? Weil ich seine Stimme liebe! Es interessiert mich aber einen Scheißdreck, wie er lebt, was er frühstückt, warum er sich nicht rasiert und welche Unterwäsche er trägt!

Und genau diese Themen hat die Medienlandschaft – zumindest bei den (bzw. dem) letzten Gewinnern – definitiv und permanent auf dem Radar! Ganz klar: Nicht meine Welt! Mir geht es um gute Musik und außergewöhnliche Stimmen. Also um Leute wie Andreas Kümmert. Den ganzen Hype drum herum könnte man sich gerne schenken.

Lasst also Ann Sophie getrost nach Wien fahren und dort ihr Ding machen. Vielleicht sogar ein paar Punkte holen. Ich zumindest drücke ihr hierfür die Daumen. Lasst aber dafür Andreas einfach nur in Ruhe sein Ding machen! Zu meinem Vergnügen und um ihm sein wirtschaftliches Überleben zu sichern. So wie gestern Abend: Singen, gewinnen, Dankend ablehnen, weiterarbeiten. Respekt!

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