Scheißkerle und Drecksköter

Ja, ich habe mich im Ton vergriffen. Und das ist gut so. Nein, dieses Blog rutscht nicht in die Fäkalgrube ab. Aber ich bin stinksauer. Betonung auf „stink“. Doch nun mal ganz langsam…

Der Vorteil einer Wohnung in einer ruhigen Wohngegend ist u.a. eine wenig befahrene Straße vor der Haustür. Das schont im Normafall die Nerven, besonders im Hinblick auf ein (fast) 3-jähriges Kind. Der Nachteil ist allerdings, dass diesen Vorteil auch die Hundehalter der umliegenden Straßen zu schätzen wissen. Also ziehen sie mit ihren Tölen (vorzugsweise im Schutze der Dunkelheit des frühen Morgens oder des späten Abends) um den Block und lassen die Köter überall hinkacken. Na toll!

Interessanterweise bücken sich „Frauchen“ danach und entsorgen den (oder die) Haufen, aber „Herrchen“ haben sowas offensichtlich nicht nötig. Scheißkerle eben. Obwohl – die Flohbeutel kacken nicht wirklich überall, sondern bevorzugt rund um unsere Hofeinfahrt. Ich könnte kotzen. Zum Einen lauert damit die Gefahr, dass Julia, Petra oder ich reinlatschen und zum anderen ist ein kleines Kind auch schnell mal mit den Händen auf dem Boden oder spielt gedankenversunken im Autositz mit den Fingern auf der Unterseite der eigenen Schuhsohlen rum.

Nun ja, diesmal hat es dann Petra erwischt. Besonders hinterhältig ist dann auch der Effekt, dass man es morgens (bei den derzeit eher kalten Temeraturen) erst mal nicht direkt merkt (und riecht), dafür aber nach einiger Zeit im Auto (und langsam hochfahrender Heizung) die volle Ladung Hundescheißegestank abbekommt. Ekelhaft.

Aber jetzt ziehen andere Zeiten auf: ich liege auf der Lauer. Meine „Waffe“ ist geladen und ein besonders präzises Rohr ist auch schon aufgeschraubt. Und ich schieße ohne Vorwarnung. Und treffe. Zum Glück rede ich hier „nur“ von meiner Kamera mit einem lichtstarkem Tele, aber ich könnte auch mal schauen, wo mein Luftgewehr steht… So oder so – ich ziele in beiden Fällen nicht auf den Hund.

Ach ja, sollte ich mich kurzfristig dazu entschließen, nicht zu schießen, verlege ich mich halt aufs Scheißen. Nicht dass ich dem „Gegenüber“ persönlich in die Einfahrt kacken würde (obwwohl das eigentlich fair wäre), nein, der Inhalt von Julchens Töpfchen hat mittlerweile Einiges an toxisch-aromatischer Sprengkraft und leichter zu transportieren ist es auch.

Also, liebe „kippenrauchende Gassigeher“, nehmt Euch in Acht – ich habe Euch im Visier! Ab sofort wird gnadenlos zurückgeschossenschissen!

9 Kommentare

  1. Hallo Uli,

    dazu mal ein Vorschlag, der ein wenig zeitintensiv ist. Wenn so ein Herrchen sein Wauwi bei euch in die Hofeinfahrt sch….. läßt und du es siehst. Schnappe dir ein Beutel, tue die Notdurft darein, folge dem Herrchen nach Hause (habe Glück das er ein Einfamilienhaus bewohnt) gehe zu dessen Briefkasten, öffne die Tüte, laß die Hunde-Notdurft hineinfallen, und packe ein zettel dazu, sie haben für das Futter auch bezahlt, so ist es nur recht das die Sch…. auch ihnen gehört. Gehe nach Hause und freue Dich.
    Und nein, ich habe das noch nicht zelebriert, da mir dafür leider die Zeit fehlt….

    Grüße eines leidgeplagten Gärtners, der oft genug in Sch…. kniet.

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  3. Zu Jens Vorschlag habe ich folgende, schon erfolgreich geteste Variante:
    Mit doppelten Gefrierbeutel Hundekot aufsammeln, einfrieren und des Nächtens in den Briefkasten des Herrchens deponieren. Kommt besonders gut im Sommer!
    Weitere Möglichkeit:
    Alternativ zum Briefkasten gehen auch die Lüftungsschlitze des Automobils des Hundehalters, einfach reinstopfen.
    Ist die Konsestenz des Haufens eher schmierig-weich, bietet sich die Hauswand, Türgriff an Haus und/oder Auto oder gleich in den Mantel/Hemdskragen an…

  4. Zu der Empfehlung von Jens:

    die Tüte sollte man besser nicht mit in den Briefkasten werfen, sondern in den Briefkasten entleeren, denn immerhin stammt die Tüte ja nicht von diesem Hund, außerdem würde ich auf den Zettel verzichten. Sowohl Tüte als auch Zettel könnten rückverfolgt werden und zu Problemen führen, auch wenn man das einem Verantwortlichen antut. Aber ohne Tüte und Zettel kommt die Botschaft ja auch viel besser an. Die Schweinerei entspricht dann in Etwa der Schweinerei auf dem heimischen Teppich oder im Auto.

  5. Eine geschlechtsspezifisch selektive Wahrnehmung ist Beweis genug für eine sexistisch motivierte Einstellung.
    Uli, Sie sind ein dummer Mensch, ein Sexist, der nicht mal ansatzweise in der Lage ist, die meta-individuellen Unterschiede der Geschlechter zu erkennen. Hauptsache scheint, Sie stimmen in den Reigen der üblichen Männerfeindlichkeit ein, der Ihnen gewiss politisch korrekten Beifall bescheren wird. Schauen Sie aber doch mal in der Wikipedia unter Misandrie nach – vielleicht geht Ihnen ja ein Licht auf (entsprechend intellektuelle Fähigkeiten vorausgesetzt).

    Du bist ein männerfeindliche Arschloch, ein Sexist!

  6. das ist wirklich ein Übel und ich bin froh, dass ich nicht in der Stadt wohne.

    boah, was war das denn eben für ein Kommentar?

    schönen Sonntag Uli

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