Tour de France – keep on dopin’
Am Sonntag beginnt sie wieder: die “Tour”. Selten ist im Vorfeld so viel Rummel um das vermeintlich wichtigste Event im Radsport gemacht worden. Allerdings nicht in Form der üblichen, werbewirksam positiven Vorberichterstattungen rund um velophile Stars, Strecke und Strampel-Anekdoten, sondern vielmehr um positive A- und B-Proben. Die Frage an die Sportler lautet nicht mehr: “Wie ist Ihre derzeitige Kondition?” sondern vielmehr: “Wieviel Oktan hat Ihr Blut zur Zeit?”…
Ist der Ruf mal ruiniert, fährt sich’s völlig ungeniert. Mit anderen Worten: Da ja offensichtlich ALLE gedopt sind, ist die Competition wieder ausgeglichen. Mein Vorschlag: Bei den Tabellen der Formel Eins werden ja neben dem Fahrer-Namen und dem Team auch die Reifenhersteller genannt. Warum geht man im Radsport nicht hin, und nennt den entsprechenden Pharmakonzern? Dann dürften auch alle wieder mitfahren. Sogar die Kummer-Nummern (inkl. Jaksche). ARD und ZDF sollten sich als Co-Moderatoren eher um kompetente Mediziner als um ehemlalige Sportler bemühen. Und BILD bringt eine Kolumne von Eufemiano Fuentes, seines Zeichens spanischer Gynäkologe Star-Sport-Mediziner.
In meinen Augen hat der Radsport – und hier speziell die “Tour” – einen dermaßen großen Imageschaden genommen, dass es zu einer drastischen Zäsur kommen muss. Oder eben zu einer allgemein Anerkennung des “biologischen Tunings”. Aber mit der derzeitigen Bigotterie wird der Karren komplett in der Dreck gefahren. Einschaltquoten, Sponsorengelder, Werbebuchungen und Besucherzahlen an der Strecke sind eindeutige Indizien. Lassen wir uns überraschen.










Am 19. Juli 2007 um 10:33 Uhr
[...] Es gibt Dinge, die lassen sich relativ leicht voraussagen, wie z.B. Regen, wenn am Himmel dunkle Wolken aufziehen. So ähnlich ging es mir gestern. Nach dem Bekanntwerden der positiven A-Dopingprobe des T-Mobile-Fahrers Patrik Sinkewitz steigen ARD und ZDF aus der Live-Bericherstattung der Tour de France (oder wie der Spiegelfechter so schön sagt: “Tour de Farce”) aus. Ist das der “Break”, den ich bereits dam 5. Juli, also noch vor dem Tourstart, voraus sagte? In meinen Augen hat der Radsport – und hier speziell die “Tour” – einen dermaßen große… [...]