Katastrophe(n)-Tourismus

Hochwasser – das Leid der Betroffenen als „Kick“ beim sonntäglichen Ausflug. Ganz ehrlich: ich könnte kotzen.

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Wie schon 2002 steht auch jetzt in weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands das Wasser in den Gärten, Städten, Wohnungen und Häusern vieler Anwohner. Auch hier an der Rheinschiene steht das Wasser in einigen Alt- und Innenstädten. Es gibt vorbildliche Hilfe durch Feuerwehren, THW und andere Organisationen, außerdem eine gewisse Solidarität durch Spenden aus der restlichen Bevölkerung. Oder aber auch das Engagement von nicht weiter organisierten Helfern, die einfach nur vor Ort anpacken, teilweise sogar privat koordiniert durch twitter, facebook und Co. Respekt.

Aber dann gibt es auch noch „die Anderen“. Bewaffnet mit Digicam und Smartphone anstatt Schippe und Sandsack. Speziell nach 17:00 Uhr (sprich: Feierabend) und am Wochenende tauchen sie an vorderster Front auf. Einzeln, in Scharen oder sogar im Familienverbund. Und weil das Wetter so gut ist, zum Teil sogar mit Picknickkorb. Aber sie kommen nicht um zu helfen. Nein. Sondern um zu gaffen! Sie sind ausschließlich vor Ort um ihre Katastrophengeilheit zu befriedigen. So ähnlich wie bei Unfällen auf der Autobahn. Zuschauen wie andere absaufen. Gaffer eben. Pervers. Obendrein behindern sie damit auch noch die wirklichen Hilfskräfte.

Wenn ich es mir recht überlege gibt es sogar noch eine weitere Gattung dieser Spezies „Hochwasser-Gaffer„: die Politiker. Im Grunde tun sie nichts anderes. An vorderster Front mit einer niegelnageneunen Schaufel in der Hand fotografieren lassen, während hinter ihnen Menschen um ihre Existens bangen. Dazu noch fotogen „Betroffenheit zeigen“. Der Gipfel den Dreistigkeit: Hilfe zusagen, die nie ankommt. Natürlich unbürokratik. Schöne „Hochwasserhilfe“!  Wie gesagt: ich könnte kotzen!

Interessant finde ich hingegen die Forderung des Bayrischen Feuerwehrchefs Gaffer mit Geldstrafen zu belegen. Cool. Die Kohle kommt dann unmittelbar und netto den Betroffenen zugute. Das nenne ich dann unbürokratisch!

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